|
Atelier "schreibweise"
Regula Stucki
Hubelhüsistr. 14c
3147 Mittelhäusern
fon/fax 031 381 27 30
schreibweise@r-r.ch
Index
Geschichten auf Bestellung
Geschichten zum Hören
Geschichten in Bildern
Geschichten:
- Aufstand in der
Porzellanabteilung
- Spiegelei, Spiegelei in
der Hand...
- Die Geschichte vom
schönen Prinzen und
vom Bananenquark
- Zermalmte Liebe
- Soul Music
- Paul the Popcorn
- So ein Hundeleben
Siehe auch weiter bei:
[r-r] Index
[r-r] Bildergeschichten
Yvette Hänzi-de-Breton
robuehler
Nori
|
 |
 |

Collagen aus New York
Im August 1994 reiste ich mit einem Stipendium der Stadt Bern nach New
York. Ich brauchte mich für ein halbes Jahr um nichts anderes zu
kümmern, als um mein künstlerisches Schaffen. Im East Village
hatte ich mein eigenes Atelier im Haus der Berner Schauspielerin Linda
Geiser, die seit mehr als 30 Jahren in den USA lebt.
Vor dem Fenster meines Ateliers standen drei Mülltonnen. Zerbeult
und angekettet. Wenn es schepperte und rasselte wusste ich, dass jemand
mit gebeugtem Rücken in unseren Abfällen wühlte, um ein
bisschen Glück zu finden, etwas Essbares vielleicht, Kleider oder
Dinge, die um die nächste Strassenecke wieder zum Kauf feilgeboten
wurden. Mein Thema war gegeben. Ich wusste nur noch nicht, wie ich den
Abfall anpacken sollte.
Das endlose Vibrieren steckte mich an. Das Fieber der grossen Stadt hatte
mich gepackt. Ich liess mich von dieser ganz speziellen Energie mitreissen.
Eigentlich hatte ich ja schreiben wollen... Doch meine Eindrücke
waren so farbig und vielfältig, dass Worte allein nicht reichten,
um sie auszudrücken.
Ich begann, die Strassen nach alten Zeitschriften und anderem Verwendbaren
abzusuchen. Ich wühlte mich durch Trödlerläden. Linda entrümpelte
gerade ihre Wohnung und vermachte mir einen Stapel alter Kunstbändchen.
Ein Mann von der Strasse verkaufte mir für einen Dollar Ausgaben
des "National Geographic", die er ebenfalls irgendwo gefunden
hatte.
Ich begann zu arbeiten, ich blätterte, schnitt, riss, klebte. Ich
konnte nicht mehr aufhören und war fasziniert, zuzusehen, wie Ausgedientes
neue Formen annahm und zu etwas Schönem, ja beinahe Reinem, wurde.
So entstand eine ganze Serie von Collagen (56 x 71 cm), die alle ihre
eigene Geschichte erzählen. Sie bilden zudem einen Gegenpol zur grenzenlosen
Zerstreuung, die New York bietet. Wirken sie auf den ersten Blick verwirrend,
findet man beim näheren Betrachten plötzlich auf einen ruhigen
Punkt in sich selber zurück.
Ihre persönliche Collage
Wünschen Sie, dass alte Fotos, Briefe, Kleidungsstücke und
andere Erinnerungen sich noch einmal zu einem Ganzen zusammenfügen?
Ich gestalte daraus Ihre ganz persönliche Collage. Schicken Sie mir
ein kurzes E-Mail mit Ihrer
Telefonnummer, damit wir alles weitere besprechen können.
|
 |
 |
 |